61 I Veränderung und Nervensystem: Warum sich Übergänge oft so instabil und unaushaltbar anfühlen
Shownotes
Titel: Veränderung und Nervensystem: Warum sich Übergänge oft so instabil und unaushaltbar anfühlen
Beschreibung der Folge: Longevity ist in aller Munde, es gibt immer mehr Möglichkeiten, Gesundheit zu tracken und Social Media ist voll von Accounts, die darstellen, was es scheinbar bedeutet, einen gesunden und fitten Lifestyle zu leben. Doch was macht all das mit uns?
Wie sehr unterstützen uns diese Trends wirklich darin, mehr Selbstfürsorge zu betreiben? Und inwiefern befeuern sie klassische Narrative und das Gefühl, vor allem als Frau noch mehr dafür tun zu müssen, um gut/schön/erfolgreich genug zu sein?
In dieser Folge beleuchte ich diese aktuellen Tendenzen aus Embodiment-Perspektive und stelle mir vor allem die Frage: Führen diese Gesundheitstrends wirklich dazu, dass wir mehr in Verbindung mit unserem Körper sind, oder entfernen sie uns nur noch mehr von ihm?
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Musik Intro: In the Morning by Orangery via Pixabay
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und so schön, dass du da bist.
00:00:04: Ich heiße dich herzlich willkommen hier in meinem Podcast The Unfolding!
00:00:10: ich bin Wiebke und ich freue mich sehr heute mal wieder eine neue Solo-Episode aufzunehmen Und diese ist dieses Mal ganz besonders inspiriert durch meine eigenen Prozesse der letzten Wochen und Monate.
00:00:26: Und ich dachte mir, nimm mich doch einfach mal eine Folge zu genau diesem Thema auf.
00:00:31: Nämlich zum Thema Veränderung und zwar aus einer hauptsächlich somatischen Perspektive.
00:00:41: Es geht heute also um verkörperte Transformationsprozesse und was häufig in uns abgeht wenn wir durch diese Phasen gehen in denen wir merken das alte ist irgendwie nicht mehr wirklich stimmig.
00:00:57: Es wartet ein neuer Schritt, egal in welche Richtung und wenn man in diesem In-between-State ist, in diesem Zwischenraum mit dem sich alles häufig erstmal so eng anfühlt unsicher neu roh verletzlich Genau!
00:01:14: Und darüber möchte ich heute gerne sprechen Darüber durch welche Zustände?
00:01:20: Wir häufig innerlich hindurchgehen, also auf Körper eben.
00:01:25: Wenn wir uns durch Veränderungsprozesse hindurch bewegen Und wie gesagt, häufig sind diese Prozesse sehr diffus.
00:01:35: Wir stecken irgendwie mittendrin Es fällt uns schwer, häufig die Prozese anzunehmen, weil sie so unsicher und instabil sind Weil Sie einfach ganz viel mit unserem Nervensystem machen Und gleichzeitig glaube ich aber, dass es uns helfen kann diese Prozesse somatisch etwas besser greifen und einordnen zu können um uns selber dann auch bewusster ruhiger mit mehr innerem Vertrauen durch diese Phasen hindurchführen und hindurch begleiten zu können.
00:02:12: Natürlich müssen nicht alle Veränderungsprozesse organisch oder leise von innen heraus entstehen.
00:02:19: Es gibt natürlich auch ganz viele Veränderungen, die angestoßen werden durch konkrete Lebensereignisse wie beispielsweise eine Trennung oder einen Jobwechsel oder ein Krankheitsfall oder Verluste oder Umbrüche im Außen, wie vielleicht auch ein Umzug und diese äußeren Ereignisse können wie Katalysatoren wirken, die dann natürlich innere Prozesse beschleunigen können, sichtbarer machen und auch überhaupt notwendig machen.
00:02:54: In dieser Folge heute möchte ich aber gerne den Fokus legen auf diese leisen subtilen Veränderungsprozesse, die eher organischer Natur sind wo wir einfach beginnen zu merken Hm, irgendwas ist jetzt edgy.
00:03:12: Irgendwas passt nicht mehr und wo aus diesem Ort heraus langsam Veränderung angestoßen wird?
00:03:21: Und vielleicht möchtest du dir hier direkt zu Beginn mal einen Moment Zeit nehmen um da auch für dich reinzuspüren und dich mal zu fragen, kenn ich das auch?
00:03:32: Ja, vielleicht steckst du sogar gerade aktuell... in einem ähnlichen Prozess, wo du für dich merkst irgendwas verändert sich.
00:03:43: aber ich kann es noch gar nicht richtig greifen.
00:03:47: Ich kann es vielleicht noch gar nie richtig benennen oder vielleicht merkst du okay ich nehme irgendwie schon wahr ich stecke mittendrin.
00:03:58: manche Dinge habe ich irgendwie auch schon so ein bisschen neu erfühlt und erkannt.
00:04:05: Aber ich sehe noch nicht das große Ganze und ich weiß auch immer noch nicht, wo ich am Ende rauskommen werde.
00:04:14: In genau diesem Raum zwischen... Es ist noch nicht ganz vorbei!
00:04:20: Und es ist noch nie ausgereift.
00:04:25: Genau in diesem Zwischenraum wollen wir heute diese Folge starten.
00:04:30: Dieser Zwischenraum dieser Diffuse-Zustand Der lässt sich wirklich körperlich wahrnehmen.
00:04:41: Es ist dieser Zustand, in dem du innerlich spürst, irgendetwas stimmt nicht mehr.
00:04:51: Vielleicht kannst du wahrnehmen dass Dinge die dir früher Freude bereitet haben sich plötzlich irgendwie flach oder leer anfühlen Dass du in zwischenmenschlichen Beziehungen plötzlich irgendwie so ein Gefühl von Fremde hast Oder dass dir plötzlich Dinge auffallen, sei es in deinen Beziehungen oder vielleicht auch im Bezug auf deine Routinen, Hobbys oder auch an der Arbeit.
00:05:17: Ja das dir plötzlich Sachen auffahlen die dich irgendwie ja irgendwie zum Nachdenken anregen oder vielleicht sogar aktiv stören wo du vielleicht innerlich Irritationen wahrnehmen kannst.
00:05:33: aber du kannst es eben noch nicht so richtig Greifen.
00:05:38: Ja, Veränderung beginnt ganz häufig nicht mit einer klaren Entscheidung sondern mit einem Verlust von Stimmigkeit.
00:05:49: und wie kann sich all das was ich eben beschrieben habe jetzt noch konkreter wirklich über den Körper über das Nervensystem zeigen?
00:05:59: Ja, häufig spüren wir subtil in diesen Phasen dieser ersten neuen Unstimmigkeit dass wir gestresster sind.
00:06:09: Dass wir entweder durchgehen, subtil ein höheres Stresslevel haben oder das wir eben merken, dass in konkreten Situationen schneller in Stress geraten sei es vom von Unruhe oder auch konkreten Emotionen die aufkommen, die so früher nicht so stark aufgekommen sind.
00:06:37: Es kann sich auch zeigen in Form von Müdigkeit, Erschöpfung.
00:06:43: Er hat so einem ausgelaugten Gefühl.
00:06:48: Das heißt... In dieser Phase dieser neuen Unstimmigkeit die sich immer mehr und mehr herauskristallisiert spüren wir häufig dass unser Nervensystem dysreguliert ist als davor entweder in Form vom mehr sympathischer Energie das heißt es unserer Sympathikus eher aktiviert ist, ja?
00:07:10: Das sind diese Latenteaktivierungen wie wir spüren.
00:07:13: Diese Latentenervosität, Gestresstheit, Gereiztheit vielleicht auch oder das Fleisch stattdessen eher unser Dorsalesystem anspringt im Sinne von dass wir eben Passiverwerden erschöpft sind, wie gelähmt vielleicht sogar.
00:07:37: Und in diesem Stadium ist es aber auch häufig noch so, dass wir alles noch irgendwie kompensiert kriegen.
00:07:44: Dass wir trotzdem immer noch im Großen und Ganzen weite durch den Alltag gehen, immer noch ganz gut funktionieren können... Aber diese Irritationen fallen uns doch irgendwie immer mehr auf!
00:08:01: Das Ganze kann sich dann mit der Zeit intensivieren dass diese Nervensystemzustände intensiver werden, das wir immer stärker in die Aktivierung oder in die Unteraktivierung hineingeraten.
00:08:17: Das heißt, dass entweder der Stress, die Nervosität dieses Getrieben sein, das entweder das Immer-Dollar wird oder dass die Erschöpfung immer mehr zunimmt, dass dieses Gelähmte immer mehr auftritt.
00:08:33: Ja, das heißt es kann auch hier in beide Richtungen gehen.
00:08:35: Aber häufig ist auch das dann Part dieses Veränderungsprozesses, dass diese Symptome quasi, dass die Phänomene stärker werden.
00:08:44: Was ich dann eben auch häufig zeigt im Form von noch mehr Gedankenkreisen, noch mehr Spiraling auf mentaler Ebene, Sorgen, Zweifel hinterfragen, Worst Case-Szenarien... oder auch dass wir immer stärker in unsere Kompensationsmechanismen hineingeraten.
00:09:05: Das heißt, dass wir merken, wir werden immer härter!
00:09:08: Wir werden immer angespannter und greifen immer mehr zurück auf dieses kontrollieren müssen, kontrollieren wollen... Ja und manchmal kennen wir ja auch unsere persönlichen Mechanismen schon ganz gut und das sind häufig da Momente wo merken sie Ich bin da gerade wieder doller drin als sonst.
00:09:28: Irgendwas ist off!
00:09:31: Das können aber auch Dinge sein wie dass wir emotional essen, dass wir einfach in Modi zurückfallen die wir kennen von uns und bei denen wir wissen hui das passiert immer dann wenn es mir eigentlich nicht so gut geht ja wenn ich nicht wirklich reguliert und ausgeglichen bin Und das kann dann wiederum auch noch in Verbindung stehen mit ja, mit stärkeren emotionalen Ausbrüchen.
00:10:00: Dass viel Traurigkeit aufkommt und dass viele Ängste aufkommen.
00:10:07: Dass sich Themen aus der Vergangenheit wieder mehr zeigen.
00:10:11: Dass wir uns zurückversetzt fühlen.
00:10:13: Ja, dass wir merken es kommen wieder Gefühle auf von sich alleine fühlen, sich verlassen fühlen.
00:10:22: Ja, alles Mögliche.
00:10:24: Das kann sich wirklich ganz individuell verschieden zeigen.
00:10:27: aber in dieser Phase ist da häufig eine stärkere Intensität einfach zu spüren und das führt dann auch dazu dass wir uns in diesem Modus häufig verloren fühlen.
00:10:37: Wir haben das Gefühl ich bin gerade gar nicht verbunden mit mir Ich schwimme irgendwie Ich fühle mich gerade zielos.
00:10:48: Ja, dann kommt auch häufig Sinnfragen auf und links macht gerade alles gar keinen Sinn.
00:10:53: Ich sehe grad überhaupt keine klare Ausrichtung, ich seh grade gar keinen klaren Weg für mich was da natürlich Ängste, Sorgen, Zweifel weiterbefeuert.
00:11:04: ja das heißt häufig hat man da wirklich das Gefühl man gerät in so eine Spirale hinein.
00:11:10: Und genau an diesem Punkt habe ich mich im April wiedergefunden.
00:11:17: Ab Mitte April bin ich in diesen Zustand geraten.
00:11:22: Und ich hatte diese Phasen auch schon, in den letzten Jahren immer mal wieder... Ich kannte das bereits!
00:11:28: Ich konnte es demnach ganz gut für mich einordnen und trotzdem war's wieder hochgradig unangenehm.
00:11:34: Trotzdem war es schwierig.
00:11:36: ja weil es uns einfach so sehr destabilisiert wenn wir diesen Weg auf einmal nicht mehr so unter unseren Füßen spüren Wenn wir uns so abgetrennt fühlen, wenn die körperlichen Symptome stärker werden.
00:11:53: Wenn wir auch einfach nicht mehr so gut funktionieren weil da gerade so viel innerlich los ist was einfach auch soviel Aufmerksamkeit und Energie zieht.
00:12:01: Das Ist Schwierig Was daraufhin auch häufig passiert.
00:12:08: Es geht mir gar nicht darum das Ganze irgendwie zu kritisieren, weil es einfach auch ein ganz natürlicher menschlicher Mechanismus ist.
00:12:16: Dass wir in diesen Phasen wo erstmal diese starke Emotionen aufkommen, Unsicherheiten, Sinnfragen... dass wir versuchen das ganze auf kognitiver Ebene für uns zu lösen.
00:12:27: Ja, dass wir versuchen und zu regulieren über Kognition, über Rationalisierung über Perfektionismus, über Optimierungsdruck.
00:12:38: Über das Overanalyzing dass wir so sehr versuchen alles psychologisch spirituell einzuordnen zu verstehen was uns dann aber auch meistens im Kopf hält.
00:12:52: ja es ist so diese Kontrollsuche dieser Versuch wieder ein Status herzustellen wo wir uns sicher fühlen.
00:13:01: und das ist super spannend weil Wie gesagt, es ist ganz normal.
00:13:06: Es ist dieses Bedürfnis nach Sicherheit, nach Klarheit und Struktur die aber ja in diesem Prozess nicht wirklich gegeben ist oder wir sind eigentlich nicht in Kontakt damit auf emotionaler oder körperlicher Ebene weil sich gerade so viel in uns neu sortiert und ordnet Und so ein erster Mechanismus ist dann häufig das Ganze über den Kopf kontrollieren zu wollen.
00:13:33: Das habe ich auch bei mir gemerkt, obwohl er sich dieses Mal so ein bisschen in Grenzen gehalten hat.
00:13:37: In der Vergangenheit habe ich das in solchen Phasen sehr viel stärker gemacht.
00:13:41: Ich habe dann versucht irgendwie Mir den Weg da aus dieser Unsicherheit heraus zu konstruieren indem ich dann versucht habe Einfach Entscheidungen zu treffen nicht aber vielleicht noch gar nicht zu hundert Prozent gefühlt haben Aber einfach weil mein System So sehr nach neuer Klarheit gesucht hat und Ich weiß auch, dass das dann so häufig war, dass ich irgendwas versucht habe zu tun.
00:14:07: Zu machen und zu entscheiden... Und ich bin da vielleicht die ersten Schritte gegangen und dann ist es aber wieder in sich kollabiert weil es halt auch noch nicht stimmig war.
00:14:16: Ja?
00:14:17: Weil ich innerlich noch nicht bereit war, weil ich eigentlich noch länger in dieser Ungewissheit hätte sitzen müssen.
00:14:26: Ja!
00:14:27: Weil ich so ungeduldig war.
00:14:31: Aber das ganze braucht natürlich auch Kapazität, um das aushalten zu können.
00:14:36: Und das ist häufig so schwer und ich sage das später auch noch mal was zu... aber genau deswegen ist eben Wissen um das eigene Nervensystem so wertvoll!
00:14:46: So ein wichtiger Schlüssel weil wir so mehr und mehr diese Kapazitäten aufbauen können über Ressourcenorientierung Erdung usw.. dass wir lernen uns in dieser Ungewissheit, in dieser Unsicherheit zu halten damit wir eben nicht diese kognitive Ausfahrt nehmen.
00:15:07: oder wir versuchen es aber wir spüren dann wieder aus und aus dem Körper heraus.
00:15:12: Nein das ist jetzt mein Kopf der Versuch zu kontrollieren.
00:15:16: ja und diese Kapazität dürfen wir erst mal überhaupt beginnen aufzubauen weil es ansonsten Ja, einfach so destabilisierend sein kann für uns dass wir wiederum aus irgendwelchen Schutzmechanismen heraus versuchen in die Sicherheit zu finden.
00:15:34: Was uns aber wie gesagt nicht zu diesem verkörperten Weg führt den wir ja eigentlich gehen wollen Wir wollen ja aus dieser neuen inneren Stimmigkeit heraus weiter unseren Weg gehen.
00:15:45: Deswegen fühlt es sich dann eben auch nach kurzer Zeit einfach auch hölzern und nicht wahrhaftig an wenn wir eine kognitive Ausfahrt nehmen.
00:15:54: Ja, und wenn wir dann innerlich diese Entscheidung mehr und mehr treffen eben nicht kognitiv gegen zu steuern sondern wenn wir wirklich sagen nein ich stelle mich jetzt diesem Gefühl der Unsicherheit Ich stelle mir diesen Vakuum Ich bleibe in diesem Zwischenraum Und versuche nicht auf Teufel kommen raus schon am anderen Ufer rauszukommen weil ich da einfach noch nicht bin weil ich von meinem inneren Prozess her noch nicht dort bin.
00:16:24: Ich habe noch nicht alles gefühlt, ich hab' noch nicht Alles integriert!
00:16:27: Es gibt da noch Schritte zu gehen auf verkörperte Weise bevor sich diese Neustimmigkeit organisch aus mir entfalten kann.
00:16:39: und wenn wir das mehr und mehr entscheiden dann wird es häufig nochmal richtig düster schlammig nochmal auf einer tieferen Ebene destabilisierend.
00:16:56: Das kann sich wirklich anfühlen, wie so ein Bodenverlust das einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird.
00:17:04: Häufig zeigt sich dann noch mal stärker unser Dorsales inneres System also der Teil unseres Nervensystems zu Rückzug führt, zur Isolation, zur Dissoziation, zu Paralyse, zur Erstarung.
00:17:23: Zu diesem Gefühl vielleicht auch irgendwie gerade zu sterben.
00:17:27: und das ist so unangenehm!
00:17:30: Und es braucht dafür wie ich vorhin schon gesagt habe so viel Kapazität.
00:17:36: wir müssen dafür unser Toleranzfenster erst mal innerlich weiten um das aushalten zu können.
00:17:41: Und es ist wie ein innerer Tod, den wir sterben.
00:17:44: Wie gesagt unser Nervensystem ist dann häufig irgendwann im Dorsalenbereich weil wir gemerkt haben okay mit dieser sympathischen Energie mit der Überaktivierung und mit diesem weiter Hasseln und Kämpfen wollen komme ich nicht weiter also muss ich mich quasi diesen Nichtwissen ausliefern.
00:18:04: Es ist wie einen Innerer Tod und in anderen psychologischen Schulen wird ja auch darüber gesprochen wie ein innerer Tod.
00:18:14: Ein innerer Tot, den man sterben muss.
00:18:16: Manche sprechen auch von Ego Death.
00:18:20: Ein Innerer Tod der damit einhergeht dass wir Konzepte loslassen das wir uns dieser Tiefe diesen Ängsten dem hingeben was da eigentlich noch in uns schlummert was gefühlt werden darf.
00:18:39: Das Ganze lässt sich auch als Schattenarbeit bezeichnen.
00:18:43: Ja, es sind alles einfach unterschiedliche Konzeptebegriffe für die gleichen inneren Prozesse.
00:18:50: Und wenn wir dort bleiben können und genug Ressourcen haben um das zu konfrontieren dass wir genügend Energie haben um uns zu konservieren Um uns zu halten in diesem Raum wo etwas an uns ja wie stirbt.
00:19:08: Dort beginnt eine neue Organisation in unserem System.
00:19:14: Dort geht es dann erstmal vielleicht darum noch einmal, ja wie gesagt gewisse Dinge zu fühlen Erfahrungen nochmal an die Oberfläche zu holen.
00:19:23: Vielleicht aus der Kindheit?
00:19:25: Vielleicht kommen dann Erinnerung auf.
00:19:27: das ist auch der Ort wo nochmal wirklich Heilungsprozesse auf tiefer Ebene weiter angestoßen werden können Wo es zur Integration kommt von Anteilen die wir vielleicht lange vor uns weggeschoben haben Weggesperrt haben Und von dort aus, allein dazu könnte ich noch mal eine ganze Podcastfolge für sich aufnehmen.
00:19:51: Aus diesem State heraus kommen wir dann langsam an diesen Ort der verkörperten Reorganisationen wo wir auf einmal wieder spüren ah da hin zieht es mich nämlich eigentlich wirklich.
00:20:09: ja das brauche ich!
00:20:13: Von dort aus beginnen wir klarer wieder ein Gefühl zu bekommen für uns.
00:20:21: Es entsteht vielleicht neue Resonanz, es kommen neue Interessen auf.
00:20:27: Das ist auch häufig die Phase wo wir dann neue Begegnungen haben.
00:20:31: Menschen kommen auf einmal in unser Leben, die uns neu inspirieren.
00:20:35: das ist die Phase, wo zunächst auf subtile Weise die ersten neuen Impulse spürbar werden und ab diesem Moment beginnt unser Nervensystem wieder ruhiger zu werden, weil all das diese neuen Impulse die dann langsam einsickern durchdringen zu uns in unseren Körper.
00:21:01: Dort spürt unser Nervensystem okay da ist wieder mehr Landinsicht und es führt direkt dazu dass wieder mehr Sicherheit gefühlt werden kann.
00:21:14: Das heißt da is wieder mehr Raum für Regulation mehr Kapazität für Kontakt und Präsenz.
00:21:22: Das ist auch häufig die Phase, wo wir merken ich habe überhaupt erst mal wieder Kapazitäten um wieder in ein Gespräch mit jemandem zu gehen.
00:21:31: Ja davor sind wir häufig so verschlossen, so beschäftigt mit uns selbst.
00:21:36: Wir sind so sehr empfühlen Hängen vielleicht hier unter in der Vergangenheit weil wir all das nochmal durchleben müssen.
00:21:46: In dieser Phase der Reorganisation entsteht neue Weite in uns.
00:21:50: Unser Körper kann langsam wieder aufatmen und dadurch ist auch wieder mehr Raum dafür.
00:21:57: unser Social Engagement System, ja wir sind wieder mehr in der Regulation und dadurch sind wir auch wieder näher nach außen hin geöffnet Und das führt dann Stück für Stück dazu Das neue Inspiration durchdringt, wie ich eben schon gesagt habe.
00:22:18: Dass wir wieder diesen tieferen Kontakt zu unserem Kern spüren weil wir generell wieder regulierter sind und dort entsteht wieder neue Klarheit.
00:22:29: Wir spülen wieder Sinnhaftigkeit vielleicht an alten Orten, vielleicht an neuen Orten Vielleicht in einer Kombination aus beiden.
00:22:36: Vielleicht weil wir Aus einer neuen Perspektive aufs alte schauen können.
00:22:42: Es entsteht mehr Energie mehr Motivation, etwas im Außen zu tun weil wir wieder mehr Energie zur Verfügung haben.
00:22:52: In den States davor in diesen vorherigen Phasen und ich sage nicht dass diese Phasens immer stereotype genauso aufeinander folgend ablaufen müssen.
00:23:00: aber in diesem Zuständen die ich davor beschrieben habe ist unsere gesamte Energie nach innen gerichtet Weil dieses fühlen das durchdenken das prozessieren das integrieren das sind so Hochenergetische Prozesse, die so viel von uns abverlangen, dass unser System so sehr damit beschäftigt ist das überhaupt halten zu können.
00:23:23: Uns permanent irgendwie halbwegs zu regulieren ja?
00:23:28: Das ist so anstrengend.
00:23:31: und wenn es sich dann langsam neu ordnet Dann haben wir wieder mehr Kapazität Wir haben wieder mehr Energie Die wir nach außen richten können hin in etwas gestalten, etwas neu entscheiden.
00:23:44: In Kontakt mit anderen gehen ein wichtiges klärendes Gespräch führen können und es entsteht dieses Gefühl von ich habe wieder mehr Platz da ist wieder mehr Raum ja ich bin wieder bereit nach außen zu treten.
00:24:01: das heißt auch dass auf körperlicher Ebene diese innere Grundanspannung nachlässt Und wir sind wieder flexibler Wir können wieder mehr mit dem Leben gehen, weil wir wieder mehr im Vertrauen sind.
00:24:20: Ja?
00:24:21: Weil da wieder mehr ventral vagale Energie in uns fließt auf Nervensystemebene.
00:24:28: Es ist so spannend und es ist genau das was ich die letzten Wochen erlebt habe von bestimmt drei vier Wochen.
00:24:37: Es war lang diesmal bestimmt vielleicht sogar sechs Wochen wo ich mich wirklich in diesem Zwischenzustand gefühlt habe.
00:24:46: Und es war schrecklich, es war schwer.
00:24:48: Die Zeit ist teilweise rapide umgegangen, teilweise schleppend... Ich hatte teilweise gar kein richtiges Zeitgefühl weil diese Prozesse so intensiv waren und Es kamen so viele körperliche Symptome bei mir auf.
00:25:03: mein Körper hat so stark reagiert in den letzten zwei Monaten von Anspannung über Zähne knirschen über extreme extreme Erschöpfungen die ich so in der Form noch nie hatte, also es war sehr sehr heftig.
00:25:20: Also Erschöpfung, Müdigkeit, dissoziative Zustände Schmerzen am Körper wirklich spannend!
00:25:32: Es hat sich so stark auf so vielen Ebenen gezeigt.
00:25:36: und dann die letzten zwei Wochen, wo auf einmal mehr und mehr wieder das Licht durch Sicken konnte zu mir.
00:25:45: Ich wieder tiefer atmen konnte, ich auf einmal wieder den Boden mehr unter den Füßen gespürt habe.
00:25:53: Es war so ein Aufatmen von Ja Jetzt fühle ich wirklich Dass da Das neue spürbar wird.
00:26:07: und dann kamen von Tag zu tag mehr Erkenntnisse Und erkenntnisse.
00:26:13: Damit meine ich jetzt ziemlich unbedingt mentale Erkenntnisse.
00:26:16: Manchmal war es auch eine emotionale Erkennnis, einfach was sich über den Körper neu erfahren gefühlt habe also ganz unterschiedlicher Natur.
00:26:25: und diese neue Sortierung in der ich immer noch stecke hat dann aber sehr schnell auch begonnen wieder Form anzunehmen oder auf einmal kam da wie so ein innerer Auftrieb und auch ne neue Begeisterung, ne neue Freude weil auf einmal diese ganzen Puzzleteile wieder besser zusammengepasst haben und ich auf einmal zurückblicken konnte.
00:26:50: Und auf einer höheren Ebene verstanden habe, warum das jetzt gerade alles so notwendig ist und war.
00:26:57: Das ist für mich wirklich eine Metamorphose die so intensiv ist... Die aber auch etwas wirklich Erweckendes hart.
00:27:11: Es ist wie ein Awakening So hat es sich für mich angefühlt, wie ein körperliches Reawakening und deswegen bin ich einfach auch so fasziniert von vorkörperter Transformation weil wir Wenn wir diesen Weg gehen dann werden wir immer wieder durch solche Phasen gehen Und je besser wir diese Prozesse verstehen desto besser.
00:27:36: wie ich vorhin schon gesagt habe können wir uns selber durch diese Prozessin durch navigieren Und trotzdem werden sie auch immer herausfordernd bleiben, weil ja immer tieferes Material dann auch an die Oberfläche kommen wird.
00:27:49: Aber wir kreieren dadurch so viel mehr Kapazität und jeder dieser Holtungsprozesse, jeder dieser Sterbensprozese weitet unsere Kapazitäten und weitet unser Toleranzfenster auf Nervensystemebene um... noch mehr fühlen und erleben zu können.
00:28:11: Und es schenkt uns in unserem Leben immer und immer wieder, noch mehr Weitblick aber auch im ersten Schritt noch mehr Tiefe in uns selbst.
00:28:20: Ja was ich glaube ich abschließend auch gerne nochmal sagen möchte ist Das All das zeigt dass Veränderungen, dass diese Transformationsprozesse nicht nur ein psychologischer Natur sind sondern wirklich auch neurobiologischer natur.
00:28:34: ja Es verändert sich wirklich etwas in uns auch auf körperlicher Ebene, wie Energie durch uns fließt.
00:28:41: Wie unser Nervensystem orientiert ist, organisiert ist und unser Nervensystem versucht, wie gesagt, in jedem Stadium dieses Veränderungsprozesses immer wieder Sicherheit herzustellen.
00:28:54: Und was dann eben häufig passiert bei so einem verkörperten Transformations-Prozess ist das sich da wirklich auch bisherige Muster verschieben und verändern weil Muster die bisher noch greifen konnten, wie vielleicht Overfunctioning oder extrem viel arbeiten und dadurch kontrollieren weil diese Muster die uns in der Vergangenheit Sicherheit gegeben haben dann irgendwann nicht mehr richtig greifen.
00:29:23: Und das was eben im Außen häufig als Chaos wahrgenommen wird in diesen Veränderungsprozessen ist eigentlich ein Übergang zwischen zwei Regulationsstrategien wo wir alte Muster loslassen Und wo wir neue Mechanismen finden, die vielleicht bewusster sind weil wir innerlich mehr Ressourcen für Sicherheit haben und weil wir eben diese Nervensystemkapazität neu etabliert haben um jetzt Sicherheit aus einem anderen inneren Ort herausempfinden zu können.
00:29:58: Diese Transformationsprozesse sind nicht linear sondern sie geschehenspiralförmig.
00:30:07: Und sie repräsentieren im Grunde wirklich einen Abbau alterinnere Organisationsformen und ein Finden einer neuen inneren Organisation in Struktur, um aus einem neuen inneren Ort heraus Sicherheit finden zu können.
00:30:27: Und ja unser Nervensystem ist dazu tiefst involviert Und es gehört zu diesen Prozessen dazu, dass unser Nervensystem dysreguliert ist.
00:30:39: Wir können das auch nicht wegkontrollieren, weg regulieren!
00:30:43: Wir müssen in solchen tiefen Prozesse in Kauf nehmen – das wir zwischendrin dysregulate sind.
00:30:52: Aber aus diesem Ort heraus wenn wir das bewusst angehen dann entsteht so eben auch mehr Regulationsfähigkeit durch neue innere Weite und Kapazität.
00:31:06: Und vielleicht noch ein paar letzte Worte, zum einen was nochmal wichtig zu sagen ist, dass wir in solchen Phasen häufig auch merken das bisherige Übungen die wir praktiziert haben nicht mehr richtig greifen, da es uns vielleicht Yoga gerade nicht wirklich hilft, dass Breathwork grade eigentlich zu viel ist und auch das ist normal.
00:31:28: Deswegen bin ich so ein Fan von kleinen Subtilen Übungen.
00:31:32: Deswegen bin ich so ein Fan von körperorientierter Achtsamkeit, weil was ist der Unterschied?
00:31:39: Konkrete Embodiment Practices bedeuten dass wir eine konkrete Übung wie Atemtechniken oder Yoga oder was auch immer anwenden in der Hoffnung häufig das es uns danach besser geht.
00:31:55: aber wie gesagt wenn wir in diesen tiefen Transformationsprozessen sind dann merken wir häufig verdammt.
00:32:02: Das hilft gerade nicht.
00:32:04: Ja, ich bin beim Yoga nicht wirklich bei mir oder die Atemübungen stressen mich eigentlich total!
00:32:09: Ich habe grad gar nicht den Raum dafür das zu tun und die körperorientierte Achtsamkeit orientiert uns eher dorthin wo wir sagen okay was hilft mit denn dann?
00:32:21: Was ist das kleinste Körperorientierte was sich grade tun kann was mich gerade dort trifft wo ich gerade wirklich bin.
00:32:31: Und so ging es mir die letzten Wochen auch, dass ich ganz kleine Dinge versucht habe zu tun wie mich einfach ins Gras legen und das Gras unter meinem Körper zu fühlen oder kreisende Bewegungen aus der Hüfte heraus anstatt einer korratierten Yoga Practice.
00:32:56: Oder drei tiefe Atemzüge mit der Handfläche auf meinem Herzraum Weil ich das in dem Moment wirklich gefühlt habe und weil es das war, was mein Nervensystem in dem moment auch wirklich empfangen konnte.
00:33:12: Deswegen bin ich so ein Fan von körperorientierter Achtsamkeit, von somatischer Intelligenz.
00:33:22: Weil wir uns dort wirklich treffen im hier-und jetzt ohne dass wir uns unter Druck setzen mit etwas, was uns hier eigentlich gut tun sollte.
00:33:32: Was uns aber in dem Moment vielleicht einfach nur total überfordert und das darfst du auch in diesen Prozessen für dich erkunden.
00:33:41: Setze dich nicht noch zusätzlich unter Druck indem du meinst du solltest jetzt Yoga machen meditieren wenn es dir gerade eigentlich überhaupt nicht dänlich ist.
00:33:52: erlaube dir die Freiheit wahrhaftig zu spüren was dir gerade wirklich ein gutes Gefühl gibt.
00:33:58: Das kann auch etwas sein, wie die Mutter treffen oder einen guten Freund und einfach eine Stunde im Spaziergang machen.
00:34:06: Oder Musiker, die gerade irgendwie gut tut.
00:34:11: Ganz egal was es ist!
00:34:13: Ja das ist diese Achtsamkeit, die dann zu wahrhaftiger Verkörperter selbst für Sorge führt... Und da sind dann auch die Ressourcen, die uns durch diese Prozesse wirklich hindurch tragen.
00:34:25: Was mir auch noch mal wichtig zu sagen ist, dass Diese Unklarheit und die Unsicherheit, dass sie ein ganz zentraler Aspekt dieses Veränderungsprozesses sind.
00:34:38: Wenn wir nicht bereit sind diese Unklerheit und diese Unsicherkeit, diese Lehre, dieses Nichtwissen wenn wir das nicht halten können dann wird es uns schwerfallen auch am anderen Ufer anzukommen.
00:34:56: Und wie gesagt, auch dafür braucht es erstmal genügend Ressourcen um das überhaupt zulassen zu können.
00:35:02: Aber wenn du quasi in einem inneren Widerstand bist und diese Unklarheit und diese Unsicherheit nicht zulassen kannst – weil Du es nicht ertragen kannst, nichts zu wissen!
00:35:15: Weil Du es für Dich als etwas Negatives abgespeichert hast, loszusehen… dann gilt es dort anzusetzen und zu fragen Warum habe ich so eine Angst vor dem Gefühl, los zu sein?
00:35:29: Was befürchte
00:35:30: ich?".
00:35:31: Und dann gilt es da zu beginnen.
00:35:34: Aber dieser Prozess durch die Unklarheit, die Unsicherheit wahrzunehmen – das ist inherent!
00:35:43: Das ist ganz, ganz zentral in diesem Prozess weil diese neue Klarheit nur von dort aus entstehen kann und dafür braucht es diese Reorganisation in uns, von der ich vorhin gesprochen habe.
00:35:58: Und die geschieht nur wenn wir erstmal dieses Lehre, dieses Vakuum, dieses In-Between, wenn wir das bis zu einem gewissen Grad aushalten und annehmen können.
00:36:15: Wow!
00:36:16: Ich habe gerade im Laufe der Folge gemerkt wie wichtig es mir war über dieses Thema hier heute zu sprechen und ich bin sehr gespannt, was diese Folge in dir auslösen darf.
00:36:29: Und wie schon gesagt habe, Ich bin selbst erst ganz frisch durch so ein Prozess gegangen und stecke immer noch drin!
00:36:36: Ich bin langsam an dem Punkt wo ich merke... ...ich spüre diese neue Orientierung, diese neue Organisationen in mir.
00:36:43: Es entstehen neue Ideen es entsteht eine neue Klarheit und das fühlt sich wieso einen Nektar an.
00:36:51: Das ist so ein Geschenk, das beflügelt so sehr und ich bin so dankbar an diesem Punkt jetzt neu angekommen zu sein.
00:37:01: Ich bin aber genauso offen dafür dass sich vielleicht auch doch mal zurückgeworfen werde in diese Tiefe...in die Dunkelheit.
00:37:07: Auch das kann vielleicht noch einmal passieren Aber es hat sich mal wieder gelohnt Und ich bin dankbar dass ich die letzten Wochen doch irgendwie Möglichkeiten für mich gefunden habe, um mich selbst zu halten.
00:37:24: Ich bin dankbar für die Menschen in meinem Leben, die mir auch geholfen haben... ...mich gehalten zu fühlen.
00:37:31: und ja welche neuen Erkenntnisse damit einhergehen darüber spreche ich mit sich jetzt auch bald nochmal!
00:37:42: Ich belasse es für heute hierbei.
00:37:46: Teile so gerne deine Gedanken zur Folge mit mir total neugierig zu hören, was die Folge mit ihr gemacht hat wie und wo sie in dir landen durfte.
00:37:57: Und wenn du Fragen hast kontakt hier mich total gerne sei es per E-Mail oder über Instagram und wenn du jemanden kennst für den diese Folge spannend unterstützend sein könnte dann teile diese Folge so gerne mit dieser Person!
00:38:14: Ich wünsche dir jetzt noch eine wunderschöne Woche alles alles Liebe.
00:38:18: Ich würde mich sehr freuen, wenn du vielleicht auch zukünftig mal wieder hier im Podcast mit dabei wärst.
00:38:24: Bis dahin!
00:38:26: Tschüss.
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